Rueckblick China/Tibet Teil 3 - Von Lhasa bis zur Grenze China/Nepal
Gyantse und Chomolungma Base Camp/Mt. Everest
(30. 9. - 3. 10. 2007)

Klostertaxi in Gyantse
Ueber das Kloster Palkhor in Gyantse geht es dann weiter bis New Tingri. Unterwegs haben wir dann bei absolutem Spitzenwetter wieder einen 5100 m-Pass mit Himalayablick auf die ersten 8000er.
Der Berg der Berge folgt dann etwas spaeter, und fuer uns ist sofort klar, dass wir den Nationalparkeintritt (580 Yuan) zahlen. Weder Norbu mit Fahrer, noch Armin wollen mit und so wird das Treffen in Old Tingri, 60 km weiter Richtung Nepal vereinbart - und dann haben wir ganze zwei Tage "frei"!
Die Passstrasse hinueber in das Everesttal ist die bestgepflegte "dirtroad" auf userer bisherigen Tour. Wir geniessen es, nicht staendig auf die Piste achten zu muessen. So fahren wir bis auf 5300 m und koennen uns an den Gipfeln Everest, Lhotse, Makalu etc und dem Blick zurueck in das Tal nicht satt sehen. Auch dort treffen wir wieder Fahrradreisende, ein Paar aus Deutschland, die schon 2000 km China hinter sich haben! Teabreak - findet statt auf einem kleinen Plateau ueber dem Fluss, die Sonne scheint, und wir fuehlen uns wie im Urlaub.
Kurz hinter dem Kloster Rongbuk ist fuer uns normale Auto-Touristen der Weg zuende, Permits fuer die hohen Regionen kosten dann richtig Geld und sind Bergsteigern vorbehalten. Wir klaeren mit dem ersten Gaestehaus (Nomadenzelt, beheizbar), dass wir dort essen und im Auto hinter dem Zelt uebernachten werden. Die Bewirtung duch den Kampa ist freundlich und angenehm, wir fuehlen uns hier wohl.
Mit einer Pferdekutsche zockeln wir zum eigentlichen Photopunkt und versuchen den Chomolunga zu erfassen.



Die Eis und Schneebedeckten Flanken wirken selbst bei strahlend blauem Himmel auf uns Respekt einfloessed. Wir sind froh, dass wir nicht da oben hinauf muessen … Und dass wir nachts in unsere noch in Berlin nachgefuellten Schlafsaecke kriechen koennen, denn die Nacht auf 5200 m bringt –10 Grad.
Morgens kratzen wir die Autoscheiben (!) frei, nach letzten Blicken auf den rosa ueberhauchten Berg. Der tibetische Fahrer einer kleinen chinesischen Gruppe zeigt uns dann - schon wieder bei waermendem Sonnenschein - den Weg nach Old Tingri. Weg ist hier der richtige Ausdruck, denn fuer die etwa 70 km lange Strecke brauchen wir fast sechs Stunden, die aber voller landschaftlicher Reize sind, die wir nicht missen moechten. Bei unserer Teepause auf 4800 m beobachten wir viele verschiedene Vogelarten (leider immer noch kein Bestimmungsbuch an Bord!). Allen bekannt der Wiedehopf.
Die kleinen Weiler an dieser Strecke wirken viel sauberer und ansprechender als die chinesierten Strassendoerfer. Weder in den kleinen Seitentaelern noch in besagten Strassendoerfern sind wir den immer wieder beschriebenen bissigen Hunden begegnet - im Gegenteil, die Tiere, meist schaeferhundgross, aber mit runderen Gesichtern, langen Ohren und geraden Ruecken, schwarzbraun, verhalten sich sehr ruhig und abwartend. Die erholsame Nacht verbringen wir in Old Tingri wieder in einem Guesthouse, wo Armin, Norbu und Tundru auf uns warten.
Friendship Highway
von Old Tingri nach Zhangmu (4. 10. 2007)
Die Fahrt nach Nyalam geht ueber die Paesse Lalung La (5100 m) und Tong La (5300 m), die oft auf Postkarten zu finden sind wegen der Himalaya-Kulisse. Es macht viel Spass, trotz einiger nervtoetender Wellblechstrecken (dann lieber im Gelaende herumkrabbeln). Von nun an geht es vehement bergab. Es wird fuehlbar waermer und feuchter. In Nyalam regnet es sogar ein wenig. Unsere Zwangspause wegen Strassenbauarbeiten ist um 18 h zu Ende, und wahrscheinlich ist es gut, dass wir ueber den naechsten Abschnitt von nur 35km mit aber 2000 Hoehenmetern Abstieg von unserem Guide nur ueber unbequeme Fahrerei wegen der Bauarbeiten informiert werden. Der Abstieg in die Subtropen an sich ist schon umwerfend: Farne, tropfende Haenge, zunaechst noch bekannte Alpenflora, die mehr und mehr unbekannten Pflanzen Platz macht und vielen Rhododendron-Arten, daneben der reissende Fluss 400 m tiefer …
Die Strasse ist in der Tat eine 35 km lange Riesenbaustelle -

... aber eben nur eine LKW-Spur breit. Zustand wie ein Truppenuebungsplatz im nassen Spaetherbst, es spottet jeder Beschreibung, wie es in Millimeterarbeit am Abgrund und an entgegenkommenden Fahrzeugen, bei Regen, Nebel und Dunkelheit vorbei geht, durch kleine Wasserfaelle, begleitet vom Schrillen der Zikaden und dann, weit unten, endlich die Lichter von Zhangmu, der Grenzstation nach Nepal! Ein Erlebnis, dass wir so schnell nicht vergessen werden.
Grenze China/Nepal (5. 10. 2007)
Unser Guide Norbu regelt die Ausreiseformalitaeten, was uns drei Stunden lang ermoeglicht, das Leben und Treiben in der Grenzregion zu geniessen - Absschiedsstimmung und Aufbruchsstimmung gleichzeitig.
“Tashi delek” Tibet und “Namaste” Nepal.


(30. 9. - 3. 10. 2007)
Klostertaxi in Gyantse
Ueber das Kloster Palkhor in Gyantse geht es dann weiter bis New Tingri. Unterwegs haben wir dann bei absolutem Spitzenwetter wieder einen 5100 m-Pass mit Himalayablick auf die ersten 8000er.
Der Berg der Berge folgt dann etwas spaeter, und fuer uns ist sofort klar, dass wir den Nationalparkeintritt (580 Yuan) zahlen. Weder Norbu mit Fahrer, noch Armin wollen mit und so wird das Treffen in Old Tingri, 60 km weiter Richtung Nepal vereinbart - und dann haben wir ganze zwei Tage "frei"!
Die Passstrasse hinueber in das Everesttal ist die bestgepflegte "dirtroad" auf userer bisherigen Tour. Wir geniessen es, nicht staendig auf die Piste achten zu muessen. So fahren wir bis auf 5300 m und koennen uns an den Gipfeln Everest, Lhotse, Makalu etc und dem Blick zurueck in das Tal nicht satt sehen. Auch dort treffen wir wieder Fahrradreisende, ein Paar aus Deutschland, die schon 2000 km China hinter sich haben! Teabreak - findet statt auf einem kleinen Plateau ueber dem Fluss, die Sonne scheint, und wir fuehlen uns wie im Urlaub.
Kurz hinter dem Kloster Rongbuk ist fuer uns normale Auto-Touristen der Weg zuende, Permits fuer die hohen Regionen kosten dann richtig Geld und sind Bergsteigern vorbehalten. Wir klaeren mit dem ersten Gaestehaus (Nomadenzelt, beheizbar), dass wir dort essen und im Auto hinter dem Zelt uebernachten werden. Die Bewirtung duch den Kampa ist freundlich und angenehm, wir fuehlen uns hier wohl.
Mit einer Pferdekutsche zockeln wir zum eigentlichen Photopunkt und versuchen den Chomolunga zu erfassen.
Die Eis und Schneebedeckten Flanken wirken selbst bei strahlend blauem Himmel auf uns Respekt einfloessed. Wir sind froh, dass wir nicht da oben hinauf muessen … Und dass wir nachts in unsere noch in Berlin nachgefuellten Schlafsaecke kriechen koennen, denn die Nacht auf 5200 m bringt –10 Grad.
Morgens kratzen wir die Autoscheiben (!) frei, nach letzten Blicken auf den rosa ueberhauchten Berg. Der tibetische Fahrer einer kleinen chinesischen Gruppe zeigt uns dann - schon wieder bei waermendem Sonnenschein - den Weg nach Old Tingri. Weg ist hier der richtige Ausdruck, denn fuer die etwa 70 km lange Strecke brauchen wir fast sechs Stunden, die aber voller landschaftlicher Reize sind, die wir nicht missen moechten. Bei unserer Teepause auf 4800 m beobachten wir viele verschiedene Vogelarten (leider immer noch kein Bestimmungsbuch an Bord!). Allen bekannt der Wiedehopf.
Die kleinen Weiler an dieser Strecke wirken viel sauberer und ansprechender als die chinesierten Strassendoerfer. Weder in den kleinen Seitentaelern noch in besagten Strassendoerfern sind wir den immer wieder beschriebenen bissigen Hunden begegnet - im Gegenteil, die Tiere, meist schaeferhundgross, aber mit runderen Gesichtern, langen Ohren und geraden Ruecken, schwarzbraun, verhalten sich sehr ruhig und abwartend. Die erholsame Nacht verbringen wir in Old Tingri wieder in einem Guesthouse, wo Armin, Norbu und Tundru auf uns warten.
Friendship Highway
von Old Tingri nach Zhangmu (4. 10. 2007)
Die Fahrt nach Nyalam geht ueber die Paesse Lalung La (5100 m) und Tong La (5300 m), die oft auf Postkarten zu finden sind wegen der Himalaya-Kulisse. Es macht viel Spass, trotz einiger nervtoetender Wellblechstrecken (dann lieber im Gelaende herumkrabbeln). Von nun an geht es vehement bergab. Es wird fuehlbar waermer und feuchter. In Nyalam regnet es sogar ein wenig. Unsere Zwangspause wegen Strassenbauarbeiten ist um 18 h zu Ende, und wahrscheinlich ist es gut, dass wir ueber den naechsten Abschnitt von nur 35km mit aber 2000 Hoehenmetern Abstieg von unserem Guide nur ueber unbequeme Fahrerei wegen der Bauarbeiten informiert werden. Der Abstieg in die Subtropen an sich ist schon umwerfend: Farne, tropfende Haenge, zunaechst noch bekannte Alpenflora, die mehr und mehr unbekannten Pflanzen Platz macht und vielen Rhododendron-Arten, daneben der reissende Fluss 400 m tiefer …
Die Strasse ist in der Tat eine 35 km lange Riesenbaustelle -
... aber eben nur eine LKW-Spur breit. Zustand wie ein Truppenuebungsplatz im nassen Spaetherbst, es spottet jeder Beschreibung, wie es in Millimeterarbeit am Abgrund und an entgegenkommenden Fahrzeugen, bei Regen, Nebel und Dunkelheit vorbei geht, durch kleine Wasserfaelle, begleitet vom Schrillen der Zikaden und dann, weit unten, endlich die Lichter von Zhangmu, der Grenzstation nach Nepal! Ein Erlebnis, dass wir so schnell nicht vergessen werden.
Grenze China/Nepal (5. 10. 2007)
Unser Guide Norbu regelt die Ausreiseformalitaeten, was uns drei Stunden lang ermoeglicht, das Leben und Treiben in der Grenzregion zu geniessen - Absschiedsstimmung und Aufbruchsstimmung gleichzeitig.
“Tashi delek” Tibet und “Namaste” Nepal.